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Wochenimpuls ­čśŐ

ICH BIN ICH

Auf der ganzen Welt gibt es niemanden wie mich.

Es gibt Menschen, die mir in vielem gleichen,

Aber niemand gleicht mir aufs Haar.

Deshalb ist alles, was von mir kommt mein Eigenes,

weil ich mich dazu entschlossen habe.

Alles, was mit mir zu tun hat, geh├Ârt mir.

Mein K├Ârper, mit allem was er tut,

Mein Kopf, mit allen Gedanke und Ideen,

Meine Augen, mit allen Bildern, die sie erblicken,

Meine Gef├╝hle, gleich welcher Art – ├ärger, Freude, Frustration, Liebe, Entt├Ąuschung, Begeisterung.

Mein Mund und alle Worte, die aus ihm kommen – h├Âflich, lieb und schroff, richtig und falsch.

Meine Stimme, laut oder leise, und alles, was ich mir selbst oder anderen tue.

Mir geh├Âren meine Phantasien, meine Tr├Ąume, meine Hoffnungen, meine Bef├╝rchtungen,

Mir geh├Âren all meine Siege und Erfolge und all meine Niederlagen und Fehler.

Weil ich ganz mir geh├Âre, kann ich mich n├Ąher mit mir vertraut machen.

Dadurch kann ich mich lieben und alles, was zu mir geh├Ârt, freundlich betrachten.

Damit ist es mir m├Âglich, mich voll zu entfalten.

Ich wei├č, dass es einiges an mir gibt, das mich verwirrt, und manches, das ich noch gar nicht kenne.

Aber solange ich freundlich und liebevoll mit mir umgehe,

kann ich mutig und hoffnungsvoll nach L├Âsungen f├╝r Unklarheiten schauen und Wege suchen,

mehr ├╝ber mich selbst zu erfahren.

Wir auch immer ich aussehe und mich anh├Âre, was ich sage und tue, was ich denke und f├╝hle

– immer bin ich es.

Es hat seine Berechtigung, weil es ein Ausdruck dessen ist, wie es mir im Moment gerade geht.

Wenn ich sp├Ąter zur├╝ckschaue, wie ich ausgesehen und mich angeh├Ârt habe,

was ich gesagt und getan habe, wie ich gedacht und gef├╝hlt habe,

kann es sein, dass ich einiges davon als unpassend herausstellt.

Ich kann das, was unpassend ist, ablegen und das, was sich als passend erwiesen hat,

beibehalten und etwas Neues erfinden f├╝r das, was ich abgelegt habe.

Ich kann sehen, h├Âren, f├╝hlen, denken, sprechen und handeln.

Ich besitze Werkzeuge, die ich zum ├ťberleben brauche,

mit denen ich N├Ąhe zu anderen herstellen und mich sch├Âpferisch ausdr├╝cken kann,

und mir helfen, einen Sinn und eine Ordnung in der Welt der Menschen und der Dinge um mich herum zu finden.

Ich geh├Âre mir und deshalb kann ich aus mir etwas machen.

ICH BIN ICH ÔÇŽ und so, wie ich bin, bin ich ganz in Ordnung.

Virginia Satir, Entwicklerin der Familientherapie 1916-1988